Historie

Ein starker Anstieg der Abfallmengen in den 1980er Jahren und erkennbare Umweltschäden aus der Ablagerung von unvorbehandelten Siedlungsabfällen wie belastetes Sickerwasser und treibhauswirksames Methangas waren der Anlass für die Suche nach besseren Entsorgungskonzepten. Abfallfachleute erkannten neben dem Erfordernis einer intensiveren Abfallverwertung auch die Notwendigkeit einer Vorbehandlung vor der Ablagerung.

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Umbruchsituation verzögerte Planung der Entsorger

Obwohl die TASi-Übergangszeit von 12 Jahren zunächst großzügig bemessen erschien, wurde sie wegen äußerer Umstände schließlich nur wenig zur Planung und zum Bau neuer Behandlungskapazitäten genutzt. Grund dafür ist unter anderem, dass die Planungen für die Neuausrichtung der kommunalen Abfallwirtschaft in eine Zeit des Umbruchs mit gravierenden Veränderungen der abfallwirtschaftlichen Rahmenbedingungen fielen:

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Bestreben nach Alternativen zur MVA in Ländern und Kommunen

Trotz der Festlegungen in der TASi, die als Verwaltungsvorschrift keine Rechtsverbindlichkeit hatte, bestand in einigen Ländern und Kommunen ein Bestreben nach Alternativen zur MVA.

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Bundesregierung fördert die Forschung zur MBA-Technologie

Auf Drängen mehrerer Bundesländer richtete die Bundesregierung 1993 beim BMFT einen Förderschwerpunkt "Mechanisch-biologische Behandlung von zu deponierenden Abfällen" ein, aus dem ein Verbundforschungsvorhaben mit 17 Teilvorhaben zur MBA-Technologie hervorging (Laufzeit 1995 - 1999). Als Ergebnis wurde die MBA als ökologisch gleichwertig zur MVA bewerte

Positionierung der Bundesregierung: Hohe Anforderungen

Diese Forschungsergebnisse und die Vorarbeiten der Länder wurden vom Umweltbundesamt (UBA, 1999) ausgewertet in einem Bericht über die ökologische Vertretbarkeit der MBA. Auf Grund der hierin enthaltenen hohen ökologischen Anforderungen stellte die Bundesregierung mit einem Eckpunkte-Programm des Bundesumweltministeriums zur Zukunft der Siedlungsabfallwirtschaft vom 20.8.1999 klar, dass die MBA neben der MVA eine zulässige Technologie für die Abfallvorbehandlung ist.

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Entscheidungsphase für die Entsorger: 2001 - 2005

Abgesehen von den hohen Anforderungen brachte erst die Ablagerungsverordnung (AbfAblV, 20.02.2001) und die 30. BImSchV (01.03.2001) die erforderliche Planungs- und Rechtssicherheit für MBA-Neuplanungen. Kommunen und private Entsorgungsunternehmen konnten in die Planungs-, Genehmigungs- und Ausschreibungsphasen gehen, ohne Gefahr zu laufen, Fehlinvestitionen zu verursachen.

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Gegenwärtiger Sachstand für die MBA

Trotz aller Widrigkeiten werden bis Mitte 2005 ca. 50 neue MBA in Deutschland in Betrieb sein. Damit ist es gelungen, eine neue Technik mit Planung, Ausschreibung, Genehmigung und Bau innerhalb von 4 Jahren zu realisieren bzw. Stand der Technik anzupassen.

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Vorteile der MBA-Technologie:

Die Abfall-Stoffströme stehen dank der integrierten Aufbereitungstechnik für weitere Verwertungen zur Verfügung (Ressourcenschutz).

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